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Biblioteka Austriacka
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(Epistemata : W├╝rzburger wissenschaftliche Schriften Reihe Literaturwissenschaft ; 337)

Thomas Bernhard geh├Ârt zu den zur Zeit am meisten diskutierten deutschsprachigen Gegenwartsautoren. Zu den wichtigsten Aspekten seines Werkes z├Ąhlt zweifellos sein Verh├Ąltnis zu seinem Heimatland ├ľsterreich. Die vorliegende Publikation unternimmt den Versuch, durch die Darstellung und Analyse der kontroversen Reaktionen, die die Werke und das Auftreten Bernhards in ├ľsterreich hervorriefen, die Stellung dieses "Rappelkopf(es) im Spiel der M├Ąchtigen" (Alfred Pfoser) im ├Âsterreichischen Kulturbetrieb zu beleuchten. Die ├╝ber Jahrzehnte voranschreitende Entwicklung Bernhards zum "Schimpf-Virtuosen" (Wendelin Schmidt-Dengler) wird anhand der Werk-Rezeption eine Wirkungsgeschichte - die im wesentlichen eine Skandalgeschichte ist - nachgezeichnet; der Spur der Bernhardschen Skandalkunstwerke, die Politikern, Kirchenm├Ąnnern und Journalisten ein reiches Bet├Ątigungsfeld er├Âffneten und nicht selten vor den Schranken der Gerichte endeten, wird hier nachgegangen. Durch die breite Ber├╝cksichtigung der feuilletonistischen und auch juristischen Resonanzen von Bernhards Werk wird die Sonderposition und Au├čenseiterstellung, die Thomas Bernhard im kulturellen Leben ├ľsterreichs in der Zweiten Republik einnahm, herausgearbeitet. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den Ereignissen rund um das St├╝ck "Heldenplatz", die die ├Âsterreichische Nation im Oktober und November 1988 ├╝ber Wochen hinweg in Atem hielten, gewidmet. Das die Wirkung von Thomas Bernhards Werk erm├Âglichende kulturelle und politische Klima wird anhand zeitgen├Âssischer Quellen aufgezeigt; ein Thema, das die bereits umfangreiche Bernhard-Forschung bisher kaum dargestellt und analysiert hat. Der Verlauf einer Kampagne wird dokumentiert, die durch das Duo Bernhard/Peymann geschickt provoziert, von Vertretern der Presse, Politikern und der "kochenden Volksseele" ├Ąu├čerst erbittert gef├╝hrt wurde und die ein eindr├╝ckliches Bild davon gibt, in welchem Ausma├č ein Kunstwerk zum Kampfmittel politischer und ideologischer Auseinandersetzungen gemacht werden kann. Der Autor Oliver Bentz, Dr. phil, geb. 1969 in Speyer. Studium der deutschen Philologie und Politischen Wissenschaft in Mannheim. 1995 F├Ârderpreis Kultur- und Literatur f├╝r eine Magisterarbeit ├╝ber Thomas Bernhard. 1997 Ver├Âffentlichung einer Studie ├╝ber die Geschichte der Arbeiterbewegung in Mannheim. Seit 1996 Hochschulassistent am Lehrstuhl f├╝r deutsche Literatur und Kulturwissenschaft (Neuere Germanistik II) der Universit├Ąt Mannheim.
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There are copies available to loan: sygn. A 6495 (1 egz.)
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Die radikale Sprachanalyse und -kritik aber auch ein massiv gesellschaftskritischer Impetus sind Momente der ├Âsterreichischen Literatur, die sp├Ątestens seit der Avantgardebewegung der Nachkriegszeit als genuin gelten k├Ânnen und bis heute nicht nur Wahrnehmung, sondern auch Produktionsbedingungen ├Âsterreichischer Literatur beeinflussen. Allerdings l├Ąsst sich f├╝r die Gegenwartsliteratur des Postmillenniums ein Paradigmenwechsel konstatieren. Mit Argumenten und Pr├Ąmissen, die mit denen der Debatte um eine neue deutsche Literatur nach 1989 vergleichbar sind, wird nun das Auftreten einer neuen ├Âsterreichischen Autorengeneration diskutiert, die das „Erz├Ąhlen“ wieder zum obersten Prinzip erhoben, sich von der spezifischen Tradition emanzipiert hat und zudem einen nicht unerheblichen Erfolg am Buchmarkt verzeichnen kann. Am konkreten Beispiel des Autors Thomas Glavinic und seiner Werke werden in der Studie zum einen narrative und poetologische Strategien untersucht, die aufzeigen, wie dieses postulierte postavantgardistische Schreiben im Einzelnen als „radikales“ Erz├Ąhlen beschrieben werden kann, in dem die Narration als geschlossenes Konzept, als Versuchsanordnung funktioniert und das sich vom Zweifel an der Tragf├Ąhigkeit der Sprache und von der Br├╝chigkeit der Erz├Ąhlung der ├Âsterreichischen Postmoderne weit entfernt hat. Zum anderen zeigt sich aber auch, dass der Aspekt der bewussten Positionierung des Autors im literarischen Feld im Sinne der Dichotomie zwischen kulturellem Anspruch und Markterfordernissen in der Analyse einer neuen ├Âsterreichischen Autorengeneration von zentraler Bedeutung ist.
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There are copies available to loan: sygn. 830(436)(091)A/Z (1 egz.)
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(Film - Medium - Diskurs ; Band 53)

W├Ąhrend Katastrophen seit dem 18. Jahrhundert (vor allem nach dem Erdbeben von Lissabon 1755) zumeist als Naturkatastrophen verhandelt wurden, wird zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein von Menschen verursachtes Ereignis als Katastrophe begriffen. Der Band untersucht, wie der Erste Weltkrieg im literarischen Diskurs gedeutet wurde, was das Katastrophenkonzept f├╝r die geopolitische Ordnung seit der Weimarer Republik bedeutet und wie diese Vorstellung bis in die gegenw├Ąrtige europ├Ąische Kultur nachwirkt. Mit Beitr├Ągen von Sabine Becker, Vladimier Biti, Anke Bosse, Michael Braun, Olaf Briese, Petra Brunnhuber, Antje B├╝ssgen, Claude D. Conter, Matteo Galli, Hermann G├Ątje, Alexander Honold, Oliver Jahraus, Christian Kirchmeier, Lars Koch, Daniela Lieb, Paul Michael L├╝tzeler, Gast Mannes, Georg Mein, St├ęphane Pesnel, Jean-Marie Valentin und Niels Werber.
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There are copies available to loan: sygn. 830(436)(091) O (1 egz.)
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F├╝r diese philologisch argumentierende und litztlich produktions├Ąsthetisch aus-gerichtete Studie stellt Kafkas Dichtung immanente Sprachreflexion in dem Sinne dar, da├č ihre Gestalt aus der Erinnerung sprachsystematischer und sprachhistorischer Daten resultiert. Begriffen wird sie folglich als ein Ergebnis der mit dem Medium selbst latent bereitgestellten einbildenden Kr├Ąfte. Damit ist noch keine Aussage ├╝ber Themen und Intentionen des Werkes gemacht. Erst in dem Augenblick, in dem die (ph├Ąnomenale und historische) Beschrei-bung konsequent durchgef├╝hrt ist, kann sie fallweise in unvorgreifliche Anregungen zur Interpretation umschlagen. Teil I der Studie revidiert m├Âgliche Formkr├Ąfte von Kafkas Nachdenken ├╝ber die Sprache und bildet so eine Erg├Ąnzung zur biographistischen Forschung der letzten Jahre. Teil II stellt des Dichters Sprachauffassung systematisch dar und vergegenw├Ąrtigt die Einheit seines poetischen und vor-poetischen Sprachhandelns. Teil III untersucht schlie├člich die Bedeutung der Sprachreflexion als dichterischer Einbildungskraft und liefert damit Beitr├Ąge zu einer Kafkaschen Heuristik, dar├╝ber hinaus aber auch Elemente zur Ph├Ąnomenologie des Sprachkunstwerkes.
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There are copies available to loan: sygn. A 3639, A 3562 (2 egz.)
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Zawiera bibliografie i indeks.
Zawiera: Einleitung -- Theoretische U╠łberlegungen zum historischen Roman -- Pra╠łmissen -- Zielsetzung und einfu╠łhrende Thesen -- Historischer Roman als Zeitroman -- Die Literatur der Ersten Republik und der historische Roman -- Der Forschungsstand -- O╠łsterreichische Eigenart : soziopolitische und literarische Besonderheiten -- "Bedu╠łrfnis nach Geschichte" im Spiegel der Presse -- O╠łsterreichische Presse der Ersten Republik -- Die Wertung des historischen Erza╠łhlens in der o╠łsterreichischen Presse der Ersten Republik : ein U╠łberblick -- Historische Romane in den Buchempfehlungen der Presse -- Bu╠łrgerlich-demokratische Presse -- Grossdeutsche und deutschnationale Presse -- Konservative und christlichsoziale Presse -- Sozialdemokratische Presse -- Historische Romane als Fortsetzungsromane -- Anschluss-Idee im historischen Roman -- Anschluss-Denken gegen Ende des Ersten Weltkrieges und der historische Roman -- Adam Mu╠łller-Guttenbrunns Joseph der Deutsche und die 'deutsche Sache' -- Deutsch : zu wenig deutsch : zu viel deutsch -- Deutscher Einheitsstaat -- Friedrich II. versus Maria Theresia : das Preussentum versus das o╠łsterreichische Wesen -- Robert Hohlbaums das Vorspiel und die grossdeutsche Idee -- Der Sudetendeutsche Robert Hohlbaum -- "Eins muss weg : O╠łsterreich" -- Habsburger-Kritik -- Wenn-Entwu╠łrfe und die deutsche Geisteskultur -- Programm : Anschluss -- Wider und fu╠łr Habsburg -- Wider Habsburg : Emil Scho╠łlls der Rossta╠łuscher -- Herren versus Volk -- Warten auf einen Anfu╠łhrer -- Wider Habsburg : Bruno Brehms die schrecklichen Pferde -- Fu╠łr Habsburg : Enrica von Handel-Mazzettis der deutsche Held -- Revolution -- Revolution und Volk : Emil Scho╠łlls der Rossta╠łuscher -- Habsburg versus Revolution : Enrica von Handel-Mazzettis der deutsche Held -- Revolution als Gesetzma╠łssigkeit der Geschichte : Paul Bussons die Wiedergeburt des Melchior Dronte -- Revolution und Frau : Alma Johanna Koenigs der heilige Palast -- Misslungene Revolution : Leo Perutz' Turlupin -- Gesetzma╠łssigkeiten der Revolution : Hans Fleschs die Amazone -- Starker Fu╠łhrer gegen Revolution : Robert Hohlbaums Ko╠łnig Volk -- Katholizismus versus Protestantismus -- Katholizismus gegen Protestantismus : Reimmichls : das Ma╠łdchen von St. Veit -- Protestantismus gegen Katholizismus : Hugo Schulz' Der Rebell -- Anhang -- Autoren und Autorinnen historischer Romane in literarischen Lagern : Versuch einer Unterteilung -- Alphabetisches Register von historischen Romanen der Ersten Republik in O╠łsterreich mit der Auflistung ausgewa╠łhlter o╠łsterreichischer Zeitungen, in denen diese Romane rezensiert oder auf die Empfehlungsliste gesetzt wurden -- Register nach Verlagen -- Register nach den in den Romanen behandelten historischen Zeitperioden und Stoffen -- Schlusswort -- Literaturverzeichnis -- Personenverzeichnis.

Die Mode zum historischen Roman ist in der Ersten Republik ├ľsterreich, wie im ganzen deutschsprachigen Raum, zu einem gewaltigen Ph├Ąnomen herangewachsen. Die Breite der Rezeption dieses Genres in ├ľsterreich illustriert, dass es in dieser Zeit ein wichtiges gesellschaftliches Medium allgemeiner weltanschaulicher und politischer Fragen sowie Orientierungen war. Die historischen Romane erscheinen also nicht als Weigerung, sich der Gegenwart zu stellen, sondern sie fungieren als eine sehr komplexe Antwort auf eben diese Gegenwart, die politischen und gesellschaftlichen Umbr├╝che sowie die aktuellen Ver├Ąnderungen im Alltag. Die Arbeit zeigt, wie sich die historischen Romane der Ersten Republik ├ľsterreich hinter dem Schleier der historischen Illusion zu den zeitgen├Âssischen Ereignissen positionierten, wie sie miteinander korrespondierten, so dass sie – wie die politische Literatur der Zwischenkriegszeit, die ein Instrument der gesellschaftlichen Erkenntnis war – als ein wirksames politisches und ideologisches Werkzeug eingesetzt werden konnten. Die historischen Romane der Ersten Republik k├Ânnen also gleichzeitig als Zeitromane aufgefasst werden, denn – obwohl sich ihre Handlung in fr├╝heren Jahrhunderten abspielt - funktioniert das Geschichtliche als ein Kost├╝m, in das das Aktuelle und Zeitgen├Âssische eingekleidet sind.
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Biblioteka Austriacka
All copies are currently on loan: sygn. 830(436)(091) O (1 egz.)
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„Von Augustin zu Facebook: zu Geschichte und Theorie der Autobiographie“ fragt nach den sich ver├Ąndernden gesellschaftlichen und historischen Bedingungen f├╝r die Produktion des Autobiographischen als einer zentralen europ├Ąischen Literaturgattung. Dargestellt wird die Geschichte der europ├Ąischen und vor allem der deutschen Autobiographie vor der Folie einer zunehmenden Verkn├╝pfung des Autobiographischen mit aktuellen Erscheinungen im world wide net: „Es mag also kein Zufall sein, dass jener Kontinent, der einst das moderne autobiographisch angelegte Selbst erst konstituiert hat (in Augustins „Confessiones“, wie darzustellen sein wird), und der es dann durch seine nachfolgende „Entdeckung der Innerlichkeit“ ausgefaltet hat (Charles Taylor kommt zu Wort, um dieselbe nachzuzeichnen), gegenw├Ąrtig im sich beschleunigenden Strudel von Schulden und inflation├Ąrer Autobiographie-Produktion in seiner Substanz bedroht erscheint. In dieser Situation wollen auch f├╝hrende deutsche Intellektuelle nicht abseits stehen. Der „FAZ“-Mitherausgeber Frank Schirrmacher hat gerade eine Debatte in Gang gesetzt, in der es um die dramatisch schwindende Rolle eines vormals autonomen Individuums geht, dessen Souver├Ąnit├Ąt sich als notgedrungener (und freiwilliger) Netzteilnehmer aufzul├Âsen droht.“
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Gabriella R├ícz, Dr. phil., Lehrstuhlleiterin am Institut f├╝r Germanistik und Translationswissenschaft der Pannonischen Universit├Ąt Veszpr├ęm/Ungarn. Forschungsschwerpunkte: Literatur der Fr├╝hen Moderne, Narratologie, Intermedialit├Ąt. Klaus Schenk, Prof. Dr. phil., Professor an der TU Dortmund. Forschungsschwerpunkte: Moderne Literatur, mediale Aspekte von Literatur, Erz├Ąhltheorie, Literaturtheorie, Interkulturalit├Ąt und Literaturdidaktik.
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